Nur ein paar Verweise zur aktuellen "Integrationsdebatte"

In letzter Zeit war in Deutschland viel von der “Integrationsdebatte” die Rede. Zuletzt war eine Rede des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff der Stein des Anstoßes, vor allem der Satz „Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“ Ich will gar nicht viel darüber schreiben, weil eh schon andere darüber geschrieben haben, und ich mich deren Meinung anschließe.

Zum Beispiel fragten Henryk M. Broder und Reinhard Mohr in einem offenen Brief an Wulff, ob wir Ungläubigen, die in Wulffs Rede gar nicht vorkamen, nun auch dazugehören. „Krawallatheist“ Andreas Müller schloss aus Wulffs Rede, dass Christian Wulff offenbar noch nie einem konfessionsfreien Menschen begegnet ist, und dass Wulff nicht sein Präsident ist. Michael Schmidt-Salomon fragt sich, wie blind unsere Politiker eigentlich sind.

Thomas von der Osten-Sacken hat diese seltsame Fixierung des Integrationsthemas auf die Frage der Religion besonders treffend auf den Punkt gebracht. Er schreibt:

Vor dem eigentlichen Gegner dieser Freiheit, dem politischen Islam, hat man solcherart längst kapituliert. Indem man sukzessive sich nämlich von der, in Deutschland eh nie besonders beliebten, Idee von einer säkularen Republik verabschiedet und neuerdings von christlichen Werten schwadroniert, als wäre der moderne Republikanismus und seine Freiheitsideen nicht gerade gegen diese erkämpft worden, hat man sich schon längst ans islamistische Weltbild assimiliert und akzeptiert, dass was eigentlich in Leben und Politik zählt, die Religion sei.

(Quelle: http://www.wadinet.de/)

Ja, da hat er recht. Mehr gibts dazu nicht mehr zu sagen.

21. October 2010, 20:31 in

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